Generationenwechsel nach 34 Jahren – Franz Anton stellt sich als neuer 1. Vorsitzender vor

Anbei die Grußworte des 1. Vorsitzenden Franz Anton:

 

Liebe Vereinsmitglieder,

ich hatte bisher noch nicht die Gelegenheit, mich bei allen persönlich zu melden. Deshalb nutze ich diesen Weg, bis wir uns bei einer Veranstaltung gemeinsam sehen.

 

Zunächst einmal danke ich euch für das Vertrauen, das ihr mir mit der Wahl zum 1. Vorsitzenden entgegengebracht habt. Ich übernehme dieses Amt gern – aber auch mit einer klaren Vorstellung davon, wie ich unseren Verein sehe und wie wir miteinander umgehen sollten.

 

Für mich ist ein Verein keine Serviceeinrichtung. Ein Verein ist eine Gemeinschaft. Und eine Gemeinschaft lebt davon, dass man sich einbringt – mit Zeit, mit Einsatz und mit dem Willen, anzupacken und mitzugestalten. Ich finde, wir sollten uns dabei ehrlich machen: Wer das nicht tut, lebt ein Stück weit von der Zeit und dem Engagement anderer. Und das ist nicht die Art von Verein, die ich gestalten möchte.

 

Ein weiterer Punkt, der mir wichtig ist:

Das Argument „Das haben wir schon immer so gemacht“ zählt für mich nicht. Tradition kann wertvoll sein – aber sie ist kein Selbstzweck. Wir sollten uns immer fragen, ob das, was wir tun, heute noch sinnvoll ist und zu uns passt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um das Training oder andere Entscheidungen geht.

Und das gilt ausdrücklich auch für mich: Wenn ich mich irgendwann hinter diesem Argument verstecken sollte, dann erinnert mich bitte daran.

 

Was ich ebenfalls nicht akzeptieren werde, ist ein sorgloser Umgang mit unserem Vereinseigentum.

Ein Verein ist kein Selbstbedienungsladen – was uns allen gehört, verdient auch den respektvollen Umgang aller. Wenn Dinge einfach mitgenommen werden, Material zweckentfremdet wird oder das Bootshaus als persönlicher Lagerplatz genutzt wird, zeigt das eine Haltung, die unserem Miteinander schadet.

 

Ich freue mich außerdem sehr, diese Aufgabe nicht allein anzugehen, sondern gemeinsam mit Frithjof Bergner, Philipp Reichenbach und Eric Mendel.  Wir sind eine schlagkräftige, ideenreiche und zugleich erfahrene Gruppe, auf die ich mich jederzeit verlassen kann. Uns verbindet, dass wir alle das Beste für den Verein wollen.

 

Genauso wichtig ist uns: Wir verstehen uns nicht als geschlossener Kreis. Wir möchten eure Ideen aufgreifen und sind dankbar für Hinweise, Anregungen und auch Kritik. Ein Verein lebt davon, dass viele mitdenken – nicht nur wenige entscheiden.

Für dieses Jahr haben wir uns außerdem klare Ziele gesetzt:

 

  • Wir wollen eine Vereinssoftware auf Höhe der Zeit einführen, um Abläufe einfacher und transparenter zu gestalten.
  • Wir möchten die Wettkämpfe im Kanupark an der einen oder anderen Stelle weiter optimieren.
  • Ein wichtiges Ziel ist außerdem der Aufbau einer hauptamtlichen Geschäftsstelle – idealerweise mit täglicher Präsenz im Bootshaus.
  • Gleichzeitig wollen wir den Nachwuchs stärken, Talente sichten und fördern, um die Zukunft unseres Vereins und unseres Sports nachhaltig zu sichern.

 

Ein praktisches Thema gehört ebenfalls dazu: Wir möchten den Veranstaltungsraum unter der Woche stärker nutzen. Die Wochenenden sind bereits gut ausgelastet, unter der Woche sehen wir jedoch noch Potenzial. Wer also in einem Unternehmen arbeitet, das auf der Suche nach einem Veranstaltungs- oder Schulungsraum ist, kann uns gerne ansprechen.

 

Zum Schluss noch ein Punkt zu meiner Rolle:

Ich lebe seit 2008 in Leipzig und bin seitdem Mitglied im Verein. Derzeit gehöre ich zur Sportfördergruppe der Polizei Sachsen und hatte dadurch über viele Jahre die Möglichkeit, Leistungssport auf Profiniveau zu erleben. Ich bin verheiratet, habe ein Kind und fotografiere gern.

 

Mein Vorgänger Frithjof konnte durch seine berufliche Situation eine andere Präsenz im Verein zeigen. Als Bundesstützpunktleiter war er täglich vor Ort – das verdient große Anerkennung. Diese Form der Präsenz wird es bei mir so nicht geben können. Ich übe dieses Amt ehrenamtlich neben meinem Beruf aus. Das bedeutet: Ich werde mich mit voller Überzeugung einbringen – aber nicht jeden Tag im Bootshaus oder bei Wettkämpfen sein.

 

Und genau deshalb bin ich auf euch angewiesen. Ein funktionierender Verein entsteht nicht durch eine Person, sondern durch viele, die Verantwortung übernehmen. Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit euch zu gehen.

 

Vielen Dank.

 

Franz Anton

1. Vorsitzender